Was ist der Unterschied zwischen geschälter und ungeschälter Rapssaat?
Es wird auch kaltgepresstes Rapsspeiseöl aus geschälter Rapssaat vermarktet. Dabei wird die Saat vor der Pressung einem patentierten Schälprozess unterzogen, um die dunkle Schale abzutrennen. Sie kann bis zu 16% des Gesamtgewichtes des Rapskorns ausmachen und enthält neben Bitterstoffen wie Sinapin auch andere phenolische Verbindungen.

Zwar zeigen Untersuchungen zum Einfluss des Schälprozesses, dass die Intensität der negativen sensorischen Attribute geringer als bei vergleichbarer, ungeschälter Rapssaat wird, aber auch die Intensität der positiven Attribute (saatig und nussig) wird dadurch geringer. Ein weiteres Pro-Argument der Hersteller, die geschälte Rapssaat verwenden: Das Schälen mindert mögliche Schadstoffe. Die Stiftung Warentest stellte aber fest in ihrer Ausgabe 9/2003: „Wir konnten aus der chemischen Analyse weder Vor- noch Nachteile herauslesen. In puncto Schadstoffe schneiden alle Öle mit „sehr gut“ ab.“

Wir verwenden daher zur Herstellung unseres Rapsöls nur ungeschälte Rapssaat, also „Vollkornraps“, damit der Verbraucher letztendlich keinen Aufpreis zahlen muss, nur weil das Produkt einem patentierten Schälprozess unterzogen wurde und es dadurch „vielleicht“ wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe verloren hat. Statt einer technischen und einzelstoffbezogenen Produktoptimierung, stehen für uns ganzheitliche ernährungsphysiologische und umweltbezogene Aspekte im Vordergrund.